Grundlagen
Was ist ein LIMS?
Ein LIMS (Laboratory Information Management System, auf Deutsch Laborinformations- und Managementsystem) verwaltet, was im Labor von der Probe bis zum Prüfbericht geschieht: Aufträge, Proben, Analysen, Ergebnisse, Freigaben und Berichte. Es hält die Daten an einer Stelle, nachvollziehbar und für alle Beteiligten im gleichen Stand.
Auf einen Blick
- Kurz
- Software, die den Weg der Probe im Labor steuert und dokumentiert, vom Auftrag bis zum Prüfbericht.
- Typische Funktionen
- Auftrags- und Probenverwaltung, Arbeitslisten, Ergebniserfassung, Freigabe, Prüfbericht, Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung.
- Abgrenzung
- Ein ELN dokumentiert Versuche, eine Tabellenkalkulation rechnet und listet, ein ERP steuert Unternehmensprozesse. Ein LIMS ist auf die Probe ausgerichtet.
- ISO/IEC 17025
- Die Norm verlangt kontrollierte Daten und Informationssysteme (Abschnitt 7.11). Ein LIMS unterstützt das und macht Audits leichter.
- eLABoraNET
- Konfigurierbares Web-LIMS vom Angebot bis zur Rückstellprobe.
Was ein LIMS im Labor tut
Der Kern eines LIMS ist die Probe. Sie bekommt beim Eingang eine eindeutige Kennung, und das System begleitet sie durch alle Schritte, bis der Prüfbericht vorliegt und die Probe zurückgestellt oder entsorgt ist.
- Auftrag und Probe: Anfrage, Angebot, Auftrag, Probeneingang und Kennzeichnung, zum Beispiel mit Barcode.
- Analytik: Arbeitslisten, Zuordnung von Analysen und Methoden, Messgeräte und Prüfmittel.
- Ergebnisse: Erfassung von Hand, über Geräteschnittstellen oder durch Import, mit Plausibilitätsprüfung und Freigabe.
- Prüfbericht: Berichte aus Vorlagen, mit nachvollziehbarer Freigabe.
- Rückverfolgbarkeit: Wer hat wann was erfasst, geprüft und geändert?
- Auswertung: Kontrollproben, Durchlaufzeiten und Auslastung auf einen Blick.
- Kunden und Abrechnung: Kundenportal, Rechnung und Schnittstellen zur Buchhaltung.
LIMS, ELN, Tabellenkalkulation und ERP
| System | Ausrichtung | Typische Grenze im Laboralltag |
|---|---|---|
| LIMS | Proben, Aufträge, Analysen, Ergebnisse und Berichte im Routinebetrieb. | Die Dokumentation einzelner Versuche steht nicht im Mittelpunkt. |
| ELN (elektronisches Laborjournal) | Dokumentation von Versuchen und Forschungsarbeit. | Meist nicht auf den Probenfluss und den Prüfbericht im Routinebetrieb ausgelegt. |
| Tabellenkalkulation | Flexible Listen und Berechnungen. | Rechte, Freigaben und Änderungsverlauf müssen von Hand organisiert werden. |
| ERP | Unternehmensprozesse wie Einkauf, Lager und Buchhaltung. | Meist nicht auf den Weg einer Probe durch das Labor ausgelegt. |
In der Praxis arbeiten diese Systeme zusammen: Das LIMS gibt zum Beispiel Rechnungsdaten an die Buchhaltung weiter.
LIMS und ISO/IEC 17025
Die ISO/IEC 17025 beschreibt die Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. Für Daten und Informationssysteme gilt Abschnitt 7.11: Systeme, die Daten erfassen, verarbeiten, speichern oder berichten, müssen in ihrer Funktion bewertet sein. Sie müssen gegen unbefugten Zugriff, Manipulation und Verlust geschützt sein, und Berechnungen und Datenübertragungen sind systematisch zu prüfen.
Ein LIMS unterstützt diese Kontrollen und erzeugt Nachweise, etwa durch Rollen und Rechte, einen nachvollziehbaren Änderungsverlauf und freigegebene Berichte. eLABoraNET ist dafür entwickelt, Laborprozesse nach den Kriterien der ISO/IEC 17025 durchgängig digital abzuwickeln und die Auditierung sauberer und leichter zu machen.
Wann lohnt sich ein LIMS?
Ein LIMS wird interessant, wenn Listen und Tabellen das Labor ausbremsen. Typische Anzeichen:
- Dieselben Angaben werden an mehreren Stellen von Hand eingetragen.
- Der Stand einer Probe ist nur einer Person bekannt.
- Prüfberichte entstehen durch Kopieren und Anpassen von Vorlagen.
- Mehrere Standorte oder Teams arbeiten mit unterschiedlichen Listen.
- Audits brauchen viel Vorbereitung, weil Nachweise zusammengesucht werden müssen.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Standardsoftware oder konfigurierbares System, Betrieb im Browser oder vor Ort, Anbindung von Geräten und Buchhaltung, Unterstützung bei Einführung und Validierung: Am besten prüfen Sie das am Weg Ihrer eigenen Probe statt an einer Standarddemo. Demo anfragen
Wo eLABoraNET steht
eLABoraNET ist ein konfigurierbares Web-LIMS für vielfältige Laboranwendungen, mit besonders umfangreichen Funktionen für Umweltanalytik und Mikrobiologie. Es verbindet Angebot, Auftrag, Probenahme, Analytik, Prüfbericht und Abrechnung bis zur Rückstellprobe in zwölf Modulen.
FAQ
Häufige Fragen
Wofür steht LIMS?
LIMS steht für Laboratory Information Management System, auf Deutsch Laborinformations- und Managementsystem.
Was macht ein LIMS?
Es verwaltet Aufträge, Proben, Analysen, Ergebnisse und Prüfberichte und macht jeden Schritt nachvollziehbar.
Brauche ich ein LIMS für die ISO/IEC 17025?
Die Norm schreibt keine bestimmte Software vor. Sie verlangt kontrollierte Daten und Informationssysteme (Abschnitt 7.11). Ein LIMS bündelt dafür Rechte, Änderungsverlauf und Freigaben.
Was ist der Unterschied zwischen LIMS und ELN?
Ein ELN dokumentiert Versuche und Forschungsarbeit. Ein LIMS steuert den Weg der Probe im Routinebetrieb bis zum Prüfbericht.
Kann ein LIMS ein Labor akkreditieren?
Akkreditiert wird das Labor für seine Kompetenz. Ein LIMS erleichtert die Auditierung, weil Abläufe und Nachweise digital vorliegen.
Quellen
- ISO/IEC 17025:2017, Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, Internationale Organisation für Normung (ISO)
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Nächster Schritt
Welche Probe verfolgen wir für Sie?
Nennen Sie uns Ihren Anwendungsfall. Wir zeigen Ihnen den Weg Ihrer Probe in eLABoraNET, mit Ihren Abläufen statt einer Standarddemo.